Bühne frei!

Birgit Pleier





Auf dem Foto ist sie zwei Mal, als eine Art "doppeltes Lottchen". Das liegt an den zwei Seelen, die in der Brust der Tänzerin wohnen, zwei Rhythmen, zwei Klangwelten, zwei Tanzkulturen: der Flamenco und der Tango. Der Flamenco ist spanisch, der Tango argentinisch, oder genauer: aus Buenos Aires. Aber es gibt Verbindendes. Die Musikwelten entwickeln sich hier wie dort permanent weiter. Es darf experimentiert werden. Und beiden Tanzformen wohnt viel Improvisationsfreiheit inne. All das mag Birgit M. Pleier sehr gerne.
Birgit M. Pleier hat ein Tanzstudio in einem Hinterhof am Bismarckplatz, dort lehrt sie dieses. Der Flamenco wird allein getanzt, hat immer wieder Höhen und Tiefen der Aufmerksamkeit erfahren. Derzeit populärer ist der Tango, jener Paartanz als Mischform aus Kommunikation und Emotion, wie sie sagt. Dass sie "von Kindesbeinen an" tanzt, ist eine Formulierung, die hier wirklich einmal Sinn ergibt. Dass sie dann auf ihre beiden Favoriten gestoßen ist, die sie "nie mehr losgelassen haben", hat ihr Leben mit geprägt. Auf der Suche nach dem gut gehüteten Geheimwissen hinter der eher notenlosen Musik und dem eher akademiefreien Tanz ist sie nach München und Berlin gereist, nach Sevilla und Buenos Aires, wo sie sich einen Monat lang von Tanzlehrern ausbilden ließ.
"Man hat beim Tanzen nie ausgelernt. Es entwickelt sich immer weiter", sagt sie. Manchmal gelingt es ihr auch, Musiker oder Orchester von Weltrang nach Landshut zu holen, die den Leuten die Klangwelten von Flamenco und Tango nahebringen, manchmal darf sogar dazu getanzt werden. Im Rocket-Club, dieser Landshuter Zentrale für zeitgenössische Musik, vor der das doppelte Lottchen fotografiert wurde, könnte sie sich derlei Konzerte gut vorstellen. Der Tanz wird eh immer bleiben: "Ich brauche das. Das ist mein Leben."

Text: Christian Muggenthaler
Foto: Silvia Johanus, Silms Productions

www.flamenco-landshut.de

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