Bühne frei!

Monir & Nasir Aziz





Das Gasthaus "Zum schwarzen Hahn", in dem Nasir und Monir Aziz mit ihren Musikinstrumenten Platz genommen haben, ist ein guter Ort für ihr Anliegen: Musik als internationale Sprache vorzustellen, die über alle Grenzen geht. An dem feuchtfröhlichen Ort am Nahensteig, Hort des offenen, liberalen Landshut, wo es keine "Das wird man doch noch sagen dürfen"-Stammtische gibt, werden keine Grenzen gezogen. Das Brüderpaar ist in Afghanistan geboren und aufgewachsen, hat in Indien Musik studiert, in ganz Europa mit klassischer indischer Raga-Musik konzertiert und hat in Landshut eine neue, geliebte und geschätzte Heimat gefunden.
"Ich kann mir mein Leben ohne Musik nicht vorstellen", sagt Nasir Aziz, "ohne Musik hat das Leben keine Farbe", sagt sein Bruder Monir. Was sollen sie also in einem Land, dessen Führung Musik hasst? Dabei habe der Islam so viele musikalische Traditionen. So wie man esse, wenn man hungrig sei, so könne man Musik hören, wenn die Seele durstig nach Gefühlen ist, sagt Monir Aziz, der auch die Malerei für sich entdeckt hat, eine parallele Farbwelt zur musikalischen. Was für beide noch wichtig ist zu betonen: Musik ist das Gegenteil zum Krieg. Musik ist Kommunikation über Grenzen hinweg. Musik ist Frieden.
Beide sind Multiinstrumentalisten, spielen traditionelle Instrumente. Nasir posiert auf dem Foto mit einer Sitar, sein Bruder Monir mit einer Tabla. Raga-Musik hat feste Regeln und erlaubt keine Improvisation, gelernt haben sie "bei großen indischen Meistern", wie sie sagen. Gerne möchten sie in ihrer neuen Heimatstadt ihre Kenntnisse weitergeben, unterrichten, mit anderen Musikern zusammenarbeiten; dafür bräuchten sie einen Platz, einen Kommunikationsraum für alle. Sprachlich ist das alles ohnehin kein Problem, sagt Nasir Aziz: "Was vom Herzen kommt, geht zum Herzen."

Text: Christian Muggenthaler
Foto: Silvia Johanus, Silms Productions

www.nasir-aziz.com

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